Fadenmolch: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 4. Juni 2026, 19:18 Uhr
Bestimmungsheft · Lurche (Amphibia)
Fadenmolch
Lissotriton helveticus
Tümpel in der Eifel
Steckbrief
- Klasse
- Lurche (Amphibia)
- Ordnung
- Schwanzlurche (Caudata)
- Familie
- Echte Salamander (Salamandridae)
- Gattung
- Lissotriton
- Art
- Lissotriton helveticus
- Erstbeschreibung
- Razoumowsky (1789)
Fundort
Tümpel in der Eifel
Beobachtungsbilder
Beschreibung
Schwanzlurch; Amphibie; nicht häufig; besonders in Frankreich und in Ländern am Atlantik; in Deutschland besonders im Westen; 8 – 9 cm; dem Teichmolch sehr ähnlich; Fadenmolche wirken eckiger als Teichmolche; Kreuzungen sind möglich; besonders die Weibchen sind schwer zu unterscheiden; bevorzugt aber Laubwaldgebiete der Mittelgebirge und kühle, schattige Kleingewässer; ist oft mit dem Bergmolch vergesellschaftet; lebt als erwachsenes Tier an Land tags versteckt unter Steinen und Wurzeln in feuchten Gebieten; an Land nachtaktiv und schwer zu beobachten; Männchen unscheinbar dunkel gefärbt mit dunklen Punkten; Weibchen gelb bis oliv mit kleinen unscheinbaren Pünktchen oder einfarbig; drei Längsfurchen an der Oberseite des Körpers; Längsstreifen über das Auge zur Schläfe ziehend; Bauch ist heller orange gefärbt als beim Teichmolch und ohne Punkte; die Kehle ist hell und nicht gepunktet; Weibchen hat helle Fußballen im Gegensatz zum Teichmolch; Weibchen hat manchmal eine rote Linie auf dem Rücken; frisst Käfer, Würmer; nach der Winterstarre ab ca. März (mindestens 8 Grad Wassertemperatur) bis ca. Juli zu Fortpflanzung im See, Teich oder Tümpel; dann Wassertracht; Rückenkamm des Männchens ist nur als kleine Leiste ausgebildet, im Gegensatz zum Teichmolch; dafür ein 5 – 8 mm langer Faden am Ende des abgestumpften Schwanzes; auch das Weibchen hat diesen Schwanzfaden; hat dunkle kräftig entwickelte Schwimmsäume an den Hinterfüßen; große Kloake; im Wasser tagsüber zu beobachten; ausgiebige Balzspiele; Männchen stößt durch Wackeln des Schwanzes Duftstoffe aus und legt Samenpaket ab; Weibchen nimmt dieses mit Kloake auf (innere Befruchtung); in mehreren Wochen werden bis zu 400 Eier abgelegt und einzeln in Blätter eingewickelt an Pflanzen befestigt; Embryonalentwicklung ca. 3 Wochen; Leben als Larve mit deutlich sichtbarem Kiemenbüschel ca. 2 Monate; Larve am Ende ca. 4 cm groß; lebt räuberisch; frisst z.B. Kleinkrebse, Froschlaich, Kaulquappen; allmähliche Metamorphose zum Landtier; erst Entwicklung der Vorderbeine, dann Hinterbeine (anders als bei Fröschen); Umstellung auf Lungenatmung; Fressfeinde an Land Igel, Mäuse, Vögel; Fressfeinde im Wasser sind Fische, Enten, Reiher, große Insekten; Geschlechtsreife nach 2 Jahren