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Große Teichmuschel: Unterschied zwischen den Versionen

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|Text=Flussmuschel;  nicht häufig; die Art kann äußerlich je nach Umweltbedingungen sehr variabel sein; große, länglich eiförmige zweiklappige Schale; dünnwandig; Ober- und Unterrand verlaufen fast parallel; innen perlmuttglänzend; Streifen auf der Schale wachsen parallel zu den Wachstumsstreifen der Muschel;  Schloss mit elastischem Band (Ligament) ohne Zähne (Anodonta heißt die Unbezahnte) mit hinteren und vorderen Schließmuskeln; Einströmöffnung und Ausströmöffnung zu Röhren, Siphons verlängert;  Einströmöffnung mit langen Tastzäpfchen;  Muschel ist gelblich bis grünlichbraun; 12 - 20cm lang; 6 bis 12 cm hoch; in stehenden oder langsam fließenden klaren Gewässern; durch Gewässerverschmutzung stark gefährdet; steht unter Naturschutz; Bodentier; kräftiger Fuß zur langsamen Fortbewegung im Schlamm oder Sand und zur Verankerung im Grund; Kiemen in geräumiger Atemhöhle filtern die Nahrung, die aus dem durchwühlten Schlamm durch die Einströmöffnung eingestrudelt wurde und transportieren sie zur Mundöffnung und dann zum Magen; Nahrung hauptsächlich Detritus, Plankton und Algen; das durchsiebte Wasser wird durch Ausströmöffnung wieder abgegeben ebenso wie verdaute Nahrungsreste; als Filtrierer wichtig für das Ökosystem der Gewässer; Planktonmenge wird in Grenzen gehalten; durch die Ausscheidungen wird im Gewässer Schlamm gebildet;  Kiemen filtern auch den notwendigen Sauerstoff aus dem Wasser; Nervensystem mit zwei Strängen, die Fortbewegung und Atmung steuern und auch Orientierung; bei Gefahr werden Fuß, Ein- und Ausströmöffnung eingezogen, Atmung eingestellt und Schalen verschlossen; weitere Organe der Muschel sind klein: Niere, Herz, Darm, Magen; alle Organe werden vom Mantel umschlossen und geschützt; Süßwassermilben befallen die Muschel als Parasit; die Muschel ist ein Zwitter; Samenzellen werden ins Wasser abgegeben und mit dem Atemwasser zu den Eiern gestrudelt; Befruchtung in den Kiemen; aus den befruchteten Eiern entwickeln sich im Winter bis zu 600 000 Larven (Glochidien); Langzeitbrüter; im  Frühjahr heften sich die Glochidien, die 2 Schalenhälften und einen bis zu 1,5cm langen klebrigen Haftfaden haben an Fischen fest; dort für einige Wochen Leben als Parasit wie eine Zyste unter der Haut oder in den Kiemen, ohne dem Fisch zu schaden; als junge Muschel Absinken zum Gewässergrung und dort Weiterentwicklung zur erwachsenen Muschel; bevorzugte Wirte der Muschel sind Karpfen und Bitterling; Symbiose mit dem Bitterling, dessen Eier sich im Gegenzug in den Kiemen der Muschel entwickeln; da die Muscheln auf Grund der Wasserverschmutzung seltener werden, werden es auch die Bitterlinge  
|Text=Flussmuschel;  nicht häufig; die Art kann äußerlich je nach Umweltbedingungen sehr variabel sein; große, länglich eiförmige zweiklappige Schale; dünnwandig; Ober- und Unterrand verlaufen fast parallel; innen perlmuttglänzend; Streifen auf der Schale wachsen parallel zu den Wachstumsstreifen der Muschel;  Schloss mit elastischem Band (Ligament) ohne Zähne (Anodonta heißt die Unbezahnte) mit hinteren und vorderen Schließmuskeln; Einströmöffnung und Ausströmöffnung zu Röhren, Siphons verlängert;  Einströmöffnung mit langen Tastzäpfchen;  Muschel ist gelblich bis grünlichbraun; 12 - 20cm lang; 6 bis 12 cm hoch; in stehenden oder langsam fließenden klaren Gewässern; durch Gewässerverschmutzung stark gefährdet; steht unter Naturschutz; Bodentier; kräftiger Fuß zur langsamen Fortbewegung im Schlamm oder Sand und zur Verankerung im Grund; Kiemen in geräumiger Atemhöhle filtern die Nahrung, die aus dem durchwühlten Schlamm durch die Einströmöffnung eingestrudelt wurde und transportieren sie zur Mundöffnung und dann zum Magen; Nahrung hauptsächlich Detritus, Plankton und Algen; das durchsiebte Wasser wird durch Ausströmöffnung wieder abgegeben ebenso wie verdaute Nahrungsreste; als Filtrierer wichtig für das Ökosystem der Gewässer; Planktonmenge wird in Grenzen gehalten; durch die Ausscheidungen wird im Gewässer Schlamm gebildet;  Kiemen filtern auch den notwendigen Sauerstoff aus dem Wasser; Nervensystem mit zwei Strängen, die Fortbewegung und Atmung steuern und auch Orientierung; bei Gefahr werden Fuß, Ein- und Ausströmöffnung eingezogen, Atmung eingestellt und Schalen verschlossen; weitere Organe der Muschel sind klein: Niere, Herz, Darm, Magen; alle Organe werden vom Mantel umschlossen und geschützt; Süßwassermilben befallen die Muschel als Parasit; die Muschel ist ein Zwitter; Samenzellen werden ins Wasser abgegeben und mit dem Atemwasser zu den Eiern gestrudelt; Befruchtung in den Kiemen; aus den befruchteten Eiern entwickeln sich im Winter bis zu 600 000 Larven (Glochidien); Langzeitbrüter; im  Frühjahr heften sich die Glochidien, die 2 Schalenhälften und einen bis zu 1,5cm langen klebrigen Haftfaden haben an Fischen fest; dort für einige Wochen Leben als Parasit wie eine Zyste unter der Haut oder in den Kiemen, ohne dem Fisch zu schaden; als junge Muschel Absinken zum Gewässergrung und dort Weiterentwicklung zur erwachsenen Muschel; bevorzugte Wirte der Muschel sind Karpfen und Bitterling; Symbiose mit dem Bitterling, dessen Eier sich im Gegenzug in den Kiemen der Muschel entwickeln; da die Muscheln auf Grund der Wasserverschmutzung seltener werden, werden es auch die Bitterlinge
|Merkmale= Flussmuschel; nicht häufig; die Art kann äußerlich je nach Umweltbedingungen sehr variabel sein; große, länglich eiförmige zweiklappige Schale; dünnwandig; Ober- und Unterrand verlaufen fast parallel; innen perlmuttglänzend; Streifen auf der Schale wachsen parallel zu den Wachstumsstreifen der Muschel; Schloss mit elastischem Band (Ligament) ohne Zähne (Anodonta heißt die Unbezahnte) mit hinteren und vorderen Schließmuskeln; Einströmöffnung und Ausströmöffnung zu Röhren, Siphons verlängert; Einströmöffnung mit langen Tastzäpfchen; Muschel ist gelblich bis grünlichbraun; 12 - 20cm lang; 6 bis 12 cm hoch; steht unter Naturschutz; Bodentier; das durchsiebte Wasser wird durch Ausströmöffnung wieder abgegeben ebenso wie verdaute Nahrungsreste; Planktonmenge wird in Grenzen gehalten; Kiemen filtern auch den notwendigen Sauerstoff aus dem Wasser; Nervensystem mit zwei Strängen, die Fortbewegung und Atmung steuern und auch Orientierung; bei Gefahr werden Fuß, Ein- und Ausströmöffnung eingezogen, Atmung eingestellt und Schalen verschlossen; weitere Organe der Muschel sind klein: Niere, Herz, Darm, Magen; alle Organe werden vom Mantel umschlossen und geschützt; Süßwassermilben befallen die Muschel als Parasit; die Muschel ist ein Zwitter; Langzeitbrüter; im Frühjahr heften sich die Glochidien, die 2 Schalenhälften und einen bis zu 1,5cm langen klebrigen Haftfaden haben an Fischen fest; bevorzugte Wirte der Muschel sind Karpfen und Bitterling
|Lebensraum= in stehenden oder langsam fließenden klaren Gewässern; durch Gewässerverschmutzung stark gefährdet; kräftiger Fuß zur langsamen Fortbewegung im Schlamm oder Sand und zur Verankerung im Grund; als Filtrierer wichtig für das Ökosystem der Gewässer; durch die Ausscheidungen wird im Gewässer Schlamm gebildet; dort für einige Wochen Leben als Parasit wie eine Zyste unter der Haut oder in den Kiemen, ohne dem Fisch zu schaden; als junge Muschel Absinken zum Gewässergrung und dort Weiterentwicklung zur erwachsenen Muschel; da die Muscheln auf Grund der Wasserverschmutzung seltener werden, werden es auch die Bitterlinge
|Fortpflanzung= Samenzellen werden ins Wasser abgegeben und mit dem Atemwasser zu den Eiern gestrudelt; Befruchtung in den Kiemen; Symbiose mit dem Bitterling, dessen Eier sich im Gegenzug in den Kiemen der Muschel entwickeln
|Entwicklung= Kiemen in geräumiger Atemhöhle filtern die Nahrung, die aus dem durchwühlten Schlamm durch die Einströmöffnung eingestrudelt wurde und transportieren sie zur Mundöffnung und dann zum Magen; Nahrung hauptsächlich Detritus, Plankton und Algen; aus den befruchteten Eiern entwickeln sich im Winter bis zu 600 000 Larven (Glochidien)
|TagKategorie= Weichtier
|TagGroesse= bis 12 cm
|Titel= Große Teichmuschel oder Schwanenmuschel oder Weiher-Muschel
|Titel= Große Teichmuschel oder Schwanenmuschel oder Weiher-Muschel
|Latein=Anodonta cygnea
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Aktuelle Version vom 5. Juni 2026, 13:39 Uhr

Bestimmungsheft · Weichtier
Große Teichmuschel oder Schwanenmuschel oder Weiher-Muschel
Anodonta cygnea
Weichtierbis 12 cmRahmer See

Steckbrief

Klasse
Weichtiere
Ordnung
Muscheln (Bivalvia)
Familie
Flussmuscheln (Unionidae)
Gattung
Anodonta
Art
cygnea
Erstbeschreibung
Linnaeus (1758)

Fundort

Rahmer See

Beobachtungsbilder

Große Teichmuschel1.jpg
Große Teichmuschel2.jpg

Beschreibung

Merkmale

Flussmuschel; nicht häufig; die Art kann äußerlich je nach Umweltbedingungen sehr variabel sein; große, länglich eiförmige zweiklappige Schale; dünnwandig; Ober- und Unterrand verlaufen fast parallel; innen perlmuttglänzend; Streifen auf der Schale wachsen parallel zu den Wachstumsstreifen der Muschel; Schloss mit elastischem Band (Ligament) ohne Zähne (Anodonta heißt die Unbezahnte) mit hinteren und vorderen Schließmuskeln; Einströmöffnung und Ausströmöffnung zu Röhren, Siphons verlängert; Einströmöffnung mit langen Tastzäpfchen; Muschel ist gelblich bis grünlichbraun; 12 - 20cm lang; 6 bis 12 cm hoch; steht unter Naturschutz; Bodentier; das durchsiebte Wasser wird durch Ausströmöffnung wieder abgegeben ebenso wie verdaute Nahrungsreste; Planktonmenge wird in Grenzen gehalten; Kiemen filtern auch den notwendigen Sauerstoff aus dem Wasser; Nervensystem mit zwei Strängen, die Fortbewegung und Atmung steuern und auch Orientierung; bei Gefahr werden Fuß, Ein- und Ausströmöffnung eingezogen, Atmung eingestellt und Schalen verschlossen; weitere Organe der Muschel sind klein: Niere, Herz, Darm, Magen; alle Organe werden vom Mantel umschlossen und geschützt; Süßwassermilben befallen die Muschel als Parasit; die Muschel ist ein Zwitter; Langzeitbrüter; im Frühjahr heften sich die Glochidien, die 2 Schalenhälften und einen bis zu 1,5cm langen klebrigen Haftfaden haben an Fischen fest; bevorzugte Wirte der Muschel sind Karpfen und Bitterling

Lebensraum

in stehenden oder langsam fließenden klaren Gewässern; durch Gewässerverschmutzung stark gefährdet; kräftiger Fuß zur langsamen Fortbewegung im Schlamm oder Sand und zur Verankerung im Grund; als Filtrierer wichtig für das Ökosystem der Gewässer; durch die Ausscheidungen wird im Gewässer Schlamm gebildet; dort für einige Wochen Leben als Parasit wie eine Zyste unter der Haut oder in den Kiemen, ohne dem Fisch zu schaden; als junge Muschel Absinken zum Gewässergrung und dort Weiterentwicklung zur erwachsenen Muschel; da die Muscheln auf Grund der Wasserverschmutzung seltener werden, werden es auch die Bitterlinge

Fortpflanzung

Samenzellen werden ins Wasser abgegeben und mit dem Atemwasser zu den Eiern gestrudelt; Befruchtung in den Kiemen; Symbiose mit dem Bitterling, dessen Eier sich im Gegenzug in den Kiemen der Muschel entwickeln

Entwicklung, Nahrung und Fressfeinde

Kiemen in geräumiger Atemhöhle filtern die Nahrung, die aus dem durchwühlten Schlamm durch die Einströmöffnung eingestrudelt wurde und transportieren sie zur Mundöffnung und dann zum Magen; Nahrung hauptsächlich Detritus, Plankton und Algen; aus den befruchteten Eiern entwickeln sich im Winter bis zu 600 000 Larven (Glochidien)


Weitere Bilder

Große Teichmuschel3.jpg
Große Teichmuschel1.jpg
Große Teichmuschel2.jpg