Gekielte Tellerschnecke: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 4. Juni 2026, 19:11 Uhr
Bestimmungsheft · Weichtier (Mollusca)
Gekielte Tellerschnecke
Planorbis carinatus
Bösinghovener See
Steckbrief
- Klasse
- Weichtier (Mollusca)
- Ordnung
- Lungenschnecke (Pulmonata)
- Familie
- Tellerschnecke (Planorbidae)
- Gattung
- Planorbis
- Art
- Carinatus
- Erstbeschreibung
- O.F. Müller (1774)
Fundort
Bösinghovener See
Beobachtungsbilder
Beschreibung
Lungenschnecke; Weichtier häufig; Körper mit Kopf, Fuß und schalenbedecktem Eingeweidesack (Mantel); mittelgroß bis 1,7cm im Durchmesser; aber nur 3 – 4 mm hoch; scheibenförmiges flaches Gehäuse; in der Mitte der Umgänge ein scharf abgesetzter Kiel; letzte Umgang ist doppelt so breit wie der vorletzte; ca.5 Umgänge; ovale nicht zusammenhängende Mündung; hat wie alle Lungenschnecken keinen fest verschließbaren Deckel; Farbe des Gehäuses mattglänzend braun bis schwarz; Körper dunkel; schnauzenförmiger Kopf mit schmalen spitzen Fühlern; breiter kurzer Fuß; Rotfärbung des Blutes durch Hämoglobin; dadurch kann dem Wasser besser Sauerstoff entzogen werden; dadurch kann die Schnecke auch in sauerstoffarmen Gewässern leben; Atmung im Sommer an der Wasseroberfläche; im Winter ist die als Lunge umgebildete Mantelhöhle mit Wasser gefüllt; aus diesem wird der Sauerstoff herausgelöst; durch Befüllen und Entleeren der Mantelhöhle auch schneller Auf- und Abstieg möglich; Körper ragt beim Kriechen oft weit aus Gehäuse heraus; mag schlammigen Untergrund; oft auf Pflanzen zu finden; Raspelzunge mit feinen Chitinzähnen; frisst Algen und Detritus; Überlebensmöglichkeit in ausgetrockneten Gewässern, indem das Gehäuse mit einer Membran verschlossen wird; Zwitter; auch Selbstbefruchtung ist möglich; 5 – 30 Eier, die in gallertartigen tellerförmigen Gelegen von 6 – 8mm an Steinen und Pflanzen geklebt werden; nach 10 – 14 Tagen schlüpfen die Jungen; Lebensdauer ca. 2 Jahre