Grobgerippte Körbchenmuschel: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 4. Juni 2026, 19:11 Uhr
Bestimmungsheft · Weichtiere
Grobgerippte Körbchenmuschel
Corbicula fluminea
Elbsee
Steckbrief
- Klasse
- Weichtiere
- Ordnung
- Muscheln (Bivalvia)
- Familie
- Süßwassermuscheln
- Gattung
- Corbiculidae
- Art
- fluminea
- Erstbeschreibung
- O.F. Müller (1774)
Fundort
Elbsee
Beobachtungsbilder
Beschreibung
Weichtier mit zweiklappiger Schale; die beiden Schalenhälften sind mit Schloss und elastischem Schlossband (Ligament) versehen; Schlossband öffnet Muschel, Schließmuskeln schließen Muschel; Mantelfalten produzieren Schalenklappen und umschließen Eingeweidesack mit muskulösem Fuß und Atemhöhle; durch Ein- und Ausströmöffnung am Hinterende der Muschel wird Plankton und Sauerstoff aus Wasser filtriert und dem Magen zugeführt und wieder ausgeschieden; Muscheln wichtig als biologisches Gleichgewicht der Gewässer; reduzieren durch Filtrieren Abfallprodukte, durch Ausscheidungen wird Schlamm gebildet; Neozoa ursprünglich über Südostasien nach Nordamerika (1924) eingeführt; seit 1980 auch in Mitteleuropa; als Filtrierer hauptsächlich in Fließgewässern, zunehmend aber auch in Seen; schnelle Verbreitung; seit 2003 im Bodensee nachgewiesen; bevorzugt sandigen auch schlammigen Untergrund oder feinen Kies und eine gute Sauerstoffversorgung; filtert Kleinorganismen (Phytoplankton) aus dem Wasser; maximale Größe der Tiere liegt bei 28mm Länge, 26mm Höhe, 21mm Breite; Schale dickwandig; etwas asymmetrisch; äußeres Ligament; Form rundlich-dreieckig; Zuwachsstreifen der Muschel sind grob gerippt; Farbe ocker bis braun auf der Außenseite; innen weißlich manchmal mit blassblauem Schimmer; vermutlich Hermaphrodit; im Sommer Abgabe von durchschnittlich 9000 Larven; diese schwimmen frei; Lebensdauer von mehreren Jahren; ähnelt der Feingerippten Körbchenmuschel (Corbicula fluminalis)