Plattköpfchen: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 5. Juni 2026, 13:39 Uhr
Steckbrief
- Klasse
- Krebstiere (Crustacea)
- Ordnung
- Blattfußkrebse (Phyllopoda)
- Familie
- Wasserflöhe (Cladocera)
- Gattung
- Simocephalus
- Art
- vetulus
Fundort
Elbsee
Beobachtungsbilder
Beschreibung
Merkmale
Häufiger Wasserfloh; Wasserflöhe sind häufigste Krebstiere in stehenden Binnengewässern; bevorzugt im Pflanzengürtel anzufinden; gehören zum Zooplankton des Süßwassers; Weibchen 2-3mm; Männchen kleiner, ca. 1mm und selten; transparent dunkelgrün oder braun gefärbt; Körper von zweiklappiger unten offener abgerundeter Schale umhüllt; birnenförmige Körperform; 5-6 beborstete Gliedmaßenpaare mit Kiemen an der Bauchseite; kleiner Kopf mit Rostrum; vorstehende Stirn; ein einzelnes großes in alle Richtungen bewegliches Komplexauge (Naupliusauge) in langgezogener Form; 2 Antennenpaare; 1. kleines Antennenpaar von Schalen bedeckt; 2. größeres Antennenpaar mit 2 Ästen und Schwimmborsten zur Fortbewegung; Herz liegt in Nackengegend; Rückenlinie hat eine Einkerbung im oberen Teil; schwimmt schnell, oft mit Rücken nach unten; nicht hüpfend im Gegensatz zu anderen Wasserflöhen; Tiere sind getrennt geschlechtlich; Entwicklung eines neuen Krebschen kann in 2 Tagen abgeschlossen sein; massenhafte Vermehrung; u.U. nach mehreren Jahren; es schlüpfen wieder nur Weibchen; der Zyklus beginnt von vorne; bei den meisten Wasserfloharten schlüpfen fertige Jungtiere (kein Larvenstadium); sie fressen Bakterien, kleinste Algen und Detritus; Krebs ist auch im Winter unter Eis aktiv
Lebensraum
nach der Algenblüte sorgen Wasserflöhe mit für klares Wasser im See
Fortpflanzung
Vermehrung im Frühling und Sommer ungeschlechtlich: Weibchen produzieren viele dünnschalige und dotterarme Eier, aus denen ohne Befruchtung junge weibliche Krebschen schlüpfen (Jungfernzeugung); befruchtete Dauereier überwintern und setzen erst bei besseren Lebensbedingungen ihre Entwicklung fort; von einigen Wasserfloharten wurden bis jetzt keine Männchen gefunden, da es sie meist nur zu Zeiten der Befruchtung der Dauereier finden kann
Entwicklung, Nahrung und Fressfeinde
dienen dem Herbeistrudeln von Nahrung; heftet sich mit dem 2. Antennenpaar gerne an Wasserpflanzen, um Nahrung herbei zu strudeln; bei mangelnder Nahrung oder Kälte im Herbst und Winter werden Männchen aus den Jungferneiern hervor gebracht und es gibt wenige hartschalige und dotterreiche Dauereier der Weibchen, die geschlechtlich von den Männchen befruchtet werden; Fressfeind sind kleine Fische, für die sie eine wichtige Nahrung sind


