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Südlicher Wasserschlauch

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Bestimmungsheft · Pflanze
Südlicher Wasserschlauch
Utricularia australis
Pflanzebis 8cmJuni bis AugustRahmer See, Fühlinger See

Steckbrief

Klasse
Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Ordnung
Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie
Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae)
Gattung
Wasserschläuche (Utricularia)
Art
australis
Erstbeschreibung
Robert Brown (1810)

Fundort

Rahmer See, Fühlinger See

Beobachtungsbilder

Südlicher Wasserschlauch5.jpg
Südlicher Wasserschlauch im Sammelgefäß
Südlicher Wasserschlauch17.jpg
Südlicher Wasserschlauch

Beschreibung

Merkmale

Auch Verkannter Wasserschlauch oder Großer Wasserschlauch genannt; untergetauchter Wasserschweber, ohne Wurzeln; lange Stängel; Blätter 2 bis 8cm lang; 2 Staubblätter; Winterknospen; spezielles Beutefangsystem; Saugfallenprinzip; in den Fangblasen an den Blättern herrscht Unterdruck; Fangblase springt zurück in Ausgangsposition und verschließt ihre Klappe; so wird der Stickstoffbedarf der Pflanze abgedeckt; gefährdete vom Aussterben bedrohte und geschützte Pflanze

Lebensraum

häufig verhakt an andere Pflanzen oder auf dem Grund liegend; Blütentraube bis zu 60cm hoch mit bis zu 12 gelben Blüten sowohl über als auch unter Wasser; bevorzugt im Flachland, sowohl in oligotrophen als auch in eutrophen Gewässern an sonnigen Standorten anzufinden; in Deutschland nur zerstreut vorkommend

Blüte und Vermehrung

zweikeimblättrig; Spross zweizeilig beblättert mit zahlreichen Endsprossen, die borstig gezähnelt und haarfein sind; zum Teil zu Fangblasen umgewandelt; Blütenkrone ist zweilippig; Unterlippe tellerartig ausgebreitet; Blütezeit Juni bis August; mit eiweißlöslichen Fermenten wird das Tier in ca. 30 Minuten verdaut, das Wasser wird wieder abgepumpt , erneuter Unterdruck entsteht und die Fangblase ist wieder bereit; Öffnen und Schließen der Fangklappe dauert weniger als zwei Millisekunden; schnellste bekannte Bewegung im Pflanzenbereich; eine weit verbreitete Art

Entwicklung, Nahrung und Fressfeinde

fleischfressende Pflanze; berührt ein kleines Beutetier z.B. ein Wasserfloh angelockt durch chemische Lockstoffe oder durch algenähnliche Sprossen, die Nahrung vortäuschen, zwei berührungsempfindliche Sinnesborsten an einer Klappe der Fangblase, öffnet sich die Fangblase und saugt die Beute mit einem Wasserstrom durch den Unterdruck ein


Weitere Bilder

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