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Gekielte Tellerschnecke

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Bestimmungsheft · Weichtier (Mollusca)
Gekielte Tellerschnecke
Planorbis carinatus
Bösinghovener See

Steckbrief

Klasse
Weichtier (Mollusca)
Ordnung
Lungenschnecke (Pulmonata)
Familie
Tellerschnecke (Planorbidae)
Gattung
Planorbis
Art
Carinatus
Erstbeschreibung
O.F. Müller (1774)

Fundort

Bösinghovener See

Beobachtungsbilder

Gekielte Tellerschnecke10.jpg
Gekielte Tellerschnecke
Gekielte Tellerschnecke17.jpg
Gekielte Tellerschnecke

Beschreibung

Lungenschnecke; Weichtier häufig; Körper mit Kopf, Fuß und schalenbedecktem Eingeweidesack (Mantel); mittelgroß bis 1,7cm im Durchmesser; aber nur 3 – 4 mm hoch; scheibenförmiges flaches Gehäuse; in der Mitte der Umgänge ein scharf abgesetzter Kiel; letzte Umgang ist doppelt so breit wie der vorletzte; ca.5 Umgänge; ovale nicht zusammenhängende Mündung; hat wie alle Lungenschnecken keinen fest verschließbaren Deckel; Farbe des Gehäuses mattglänzend braun bis schwarz; Körper dunkel; schnauzenförmiger Kopf mit schmalen spitzen Fühlern; breiter kurzer Fuß; Rotfärbung des Blutes durch Hämoglobin; dadurch kann dem Wasser besser Sauerstoff entzogen werden; dadurch kann die Schnecke auch in sauerstoffarmen Gewässern leben; Atmung im Sommer an der Wasseroberfläche; im Winter ist die als Lunge umgebildete Mantelhöhle mit Wasser gefüllt; aus diesem wird der Sauerstoff herausgelöst; durch Befüllen und Entleeren der Mantelhöhle auch schneller Auf- und Abstieg möglich; Körper ragt beim Kriechen oft weit aus Gehäuse heraus; mag schlammigen Untergrund; oft auf Pflanzen zu finden; Raspelzunge mit feinen Chitinzähnen; frisst Algen und Detritus; Überlebensmöglichkeit in ausgetrockneten Gewässern, indem das Gehäuse mit einer Membran verschlossen wird; Zwitter; auch Selbstbefruchtung ist möglich; 5 – 30 Eier, die in gallertartigen tellerförmigen Gelegen von 6 – 8mm an Steinen und Pflanzen geklebt werden; nach 10 – 14 Tagen schlüpfen die Jungen; Lebensdauer ca. 2 Jahre