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Tausendblatt-Rüsselkäfer

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Bestimmungsheft · Insekten (Insecta)
Tausendblatt-Rüsselkäfer
Eubrychius velutus
Elbsee

Steckbrief

Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Käfer (Coleoptera)
Familie
Curculionidae
Gattung
Eubrychius
Art
velutus
Erstbeschreibung
Beck (1817)

Fundort

Elbsee

Beobachtungsbilder

Tausendblatt-Rüsselkäfer11.jpg
Tausendblatt-Rüsselkäfer in Katrins Aquarium
Tausendblatt-Rüsselkäfer10.jpg
Tausendblatt-Rüsselkäfer unter der Stereolupe

Beschreibung

Rüsselkäfer mit mehr als 50 000 Arten größte Familie im Tierreich; mehr als 700 Arten in Deutschland; einige Dutzend Arten leben unter Wasser auf Pflanzen; fast alle Arten sind phytophag; sie sind nahezu auf oder in allen Pflanzen zu finden; meist führen sie ein verborgenes Leben; einige Arten sind Vorratsschädlinge im Haushalt oder der Landwirtschaft; teilweise aber auch schon genutzt zur biologischen Unkrautsbekämpfung; Tausendlatt-Rüsselkäfer ist ca. 2mm lang; lebt in stehenden Gewässern bevorzugt auf dem Tausendblatt; klettert darauf herum und frisst die Blättchen; schwimmt mit allen Beinen strampelnd; ist selten zu finden oder wird übersehen; braungelb bis braun gefärbt; heller Strich in der Rückenmitte; Körper besteht aus Kopf, Brust und Hinterleib; Außenskelett ist aus Chitin; 2 Flügelpaare; Deckflügel bzw. Vorderflügel verhärtet und nicht zum Fliegen nutzbar; sie stoßen in Körpermitte zusammen, bedecken den ganzen Hinterleib und schützen das zusammengefaltete häutige 2.Flügelpaar; 3 Brustsegmente; 1. Segment (Pronotum oder Halsschild) groß; 2. Segment sehr klein, 3. Segment verdeckt von Deckflügeln; Rüsselkäfer haben einen durch einen Rüssel verlängerter Kopf; Rüssel kann je nach Käferart verschiedene Formen haben; Rüssel mit kauend-beißenden Mundwerkzeugen; beim Tausendblatt-Rüsselkäfer liegen die Antennen nicht dem Rüssel an; Körper des Käfers dicht mit Härchen besetzt; kräftig entwickelte fünfgliedrige Beine; viertes Glied undeutlich; drittes vergrößertes Glied auf der Fußunterseite stark behaart zum Festhalten auf glatten Flächen; kann lange unter Wasser bleiben; in den dichten Haaren am Körper des Käfers hängen Luftblasen aus denen er sich mit Sauerstoff versorgt; durch Diffusion oder Aufnahme von Luftblasen an Wasserpflanzen findet der Gasaustausch statt; Entwicklung mit vollkommener Verwandlung, Metamorphose; Eier werden an den Blättern des Tausendblatts abgelegt; weißliche, beinlose Larven meist verborgen im Blütenstängel an seinen Fraßgängen lebend oder am Stängel; Verpuppung in einem braunen Kokon, der an der Pflanze befestigt wird; Käfer meist frei lebend; Überwinterung als Imago an Land;