Düsseldorfer Tauchverband · Umwelt & Wissenschaft SubmersWiki Leben unter Wasser im Elbsee – Bestimmen, dokumentieren, staunen.

Süßwasserschwamm

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Bestimmungsheft · Schwämme (Porifera)
Süßwasserschwamm
Porifera
Elbsee

Steckbrief

Klasse
Schwämme (Porifera)
Ordnung
Netzfaserschwämme
Familie
Geweihschwämme
Gattung
Spongilla
Art
lacustris

Fundort

Elbsee

Beobachtungsbilder

Suesswasserschwamm1.jpg
Süßwasserschwamm an der Übungsplattform
Suesswasserschwamm2.jpg
Süßwasserschwamm

Beschreibung

Sehr einfacher Vielzeller im Tierreich; 6 sehr schwer zu unterscheidende Arten im heimischenSüßwasser; Schwämme sehr unterschiedlich aussehend; keine Körpersymmetrie; flacher Überzug auf fester Unterlage zwischen einigen Millimetern Größe bis zu 20 cm; geweihartig oder klumpig aussehend; Farbe grün, grau oder gelblich; nur zwei Zellschichten, dazwischen ein aus hornartiger Substanz (Spongin) geklebtes Skelett aus Kieselsäurenadeln; Nervenfasern, innere Organe, Muskeln, Sinnesorgane Mund oder Darm sind nicht vorhanden; nicht beweglich; über Poren wird Nahrung von Kragengeißelzellen, die sich in Hohlräumen im Schwamm befinden, eingestrudelt und durch Kanäle in Kammern geleitet und dort verdaut und wieder ausgestrudelt; frisst z. B. Einzeller und Bakterien; dem ständig durchstrudelnden Wasserstrom werden auch Sauerstoff zum Atmen und Kieselsäure zum Bau des Skeletts entnommen; im Winter absterbend überlebt er mit Überwinterungskeimen (Gemmulae) ; sitzen im November wie Senfsaatkörner auf Schwamm; im Frühjahr brechen sie auf und ein neuer Schwamm entsteht; getrennt geschlechtlich; Samenzellen werden von weiblichen Schwämmen eingestrudelt und die Eier befruchtet; eine bewimperte Larve kann einige Stunden schwimmen und setzt sich dann als neuer Schwamm fest; kaum Fressfeinde (Ausnahme einige Schwammfliegen) wegen der scharfkantigen Kieselsäurenadeln; gute Regenerationfähigkeit der Schwämme;