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Teichmolch

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Bestimmungsheft · Lurche (Amphibia)
Teichmolch
Lissotriton vulgaris
Tümpel in der Eifel

Steckbrief

Klasse
Lurche (Amphibia)
Ordnung
Schwanzlurche (Caudata)
Familie
Echte Salamander (Salamandridae)
Gattung
Lissotriton
Art
vulgaris
Erstbeschreibung
Linnaeus (1758)

Fundort

Tümpel in der Eifel

Beobachtungsbilder

Teichmolchmaennchen3.jpg
Teichmolchmännchen
Teichmolchweibchen5.jpg
Teichmolchweibchen

Beschreibung

Schwanzlurch; Amphibie; der häufigste Schwanzlurch in Mitteleuropa; meist 6 – 9cm; lebt gerne im Flach- und Hügelland, selten in dicht bewaldeten Berggebieten; lebt als erwachsenes Tier an Land tags versteckt unter Steinen und Wurzeln in feuchten Gebieten z.B. am Gewässerrand, in Gärten, in Laubwäldern; an Land nachtaktiv und schwer zu beobachten; Männchen unscheinbar dunkel gefärbt mit dunklen Punkten; Weibchen gelb bis oliv mit kleinen unscheinbaren Pünktchen oder einfarbig; beide Geschlechter mit hellen und dunklen Streifen am Kopf (auch Streifenmolch genannt); drei Längsfurchen an der Oberseite; Bauch orange mit großen (Männchen) bzw. kleinen (Weibchen) Punkten; Kehle in der Regel gepunktet; frisst Käfer, Würmer; nach der Winterstarre ab ca. März (mindestens 8 Grad Wassertemperatur) bis ca. Juli zur Fortpflanzung im verkrauteten sonnigen See, Teich oder Tümpel; dann Wassertracht; prächtiges Hochzeitskleid beim Männchen mit hohem gewellten Rückenkamm, der von Kopf bis Schwanzende durchgängig ist ohne Einkerbung; der abgeflachte Schwanz ist unten bläulich und orange; große Kloake; im Wasser tagsüber zu beobachten; ausgiebige Balzspiele; Männchen stößt durch Wackeln des Schwanzes Duftstoffe ab und legt Samenpaket ab; Weibchen nimmt dieses mit Kloake auf (innere Befruchtung); in mehreren Wochen werden bis zu 250 Eier abgelegt und einzeln in Blätter eingewickelt an Pflanzen befestigt; Embryonalentwicklung ca. 3 Wochen; Leben als Larve mit deutlich sichtbarem Kiemenbüschel ca. 3 Monate; Larve am Ende ca. 4 cm groß; lebt räuberisch; frisst z.B. Kleinkrebse, Froschlaich, Kaulquappen; allmähliche Metamorphose zum Landtier; erst Entwicklung der Vorderbeine, dann Hinterbeine; Umstellung auf Lungenatmung; Fressfeind an Land Igel, Mäuse, Vögel; Fressfeind im Wasser sind Fische, Enten, Reiher, große Insekten; Geschlechtsreife nach 2 – 3 Jahren; Lebenserwartung in Gefangenschaft bis 28 Jahre, in freier Natur deutlich kürzer durch Fressfeinde