Tigerplanarie
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Bestimmungsheft · Strudelwürmer (Turbellaria)
Tigerplanarie
Dugesia tigrina
Elbsee
Steckbrief
- Klasse
- Strudelwürmer (Turbellaria)
- Ordnung
- Planarien
- Familie
- Planariidae
- Gattung
- Dugesia
- Art
- Tigrina
- Erstbeschreibung
- Girard (1850)
Fundort
Elbsee
Beobachtungsbilder
Beschreibung
Oder Gefleckter Strudelwurm; von Aquarianern Anfang des 20. Jahrhunderts von Nordamerika (Erstfund 1931) nach Europa eingeschleppt; in Stillgewässern und langsam fließenden Flüssen; am liebsten hat er warme Gewässer um 25 Grad; ab 10 Grad wird er träge und bei 5 Grad Wassertemperatur bewegt er sich gar nicht mehr; wenig empfindlich gegen Gewässerverschmutzung; inzwischen weit verbreitet, breitet sich aber noch weiter aus; bis 18 mm lang; braun bis grau gefleckt; Unterseite heller; durchsichtiger Körperrand; die 2 schwarzen Augen sind von weißem Hof umgeben; der Abstand der Augen zueinander ist geringer als der Abstand zum Kopfrand; sie liegen vor der breitesten Stelle des Kopfes; kann die Richtung sehen; Kopf hat eine pfeilförmige dreieckige Form; bewegliche kleine Ohren; Körperende meist spitz zulaufend; nachtaktviver Jäger; lebt räuberisch von diversen Kleintieren; in Europa wahrscheinlich nur ungeschlechtliche Vermehrung durch Teilung; Fortpflanzung bei etwa 15 Grad;
bei Plattwürmern oder auch Strudelwürmern gibt es viele verschiedene, kaum zu unterscheidende Arten; freilebend; kein Parasit; lichtscheu; lebt unter Steinen; viele Arten stoßen teilweise giftigen Schleim zum Angriff oder zur Verteidigung aus; vielzellig; mit Mund, Darm, Gehirn; Hautmuskelschlauch zur Fortbewegung; wimpernbesetzte Haut auch zur Fortbewegung und zum Herbeistrudeln von Nahrung und Wasser, schlauchförmiger vorstülpbarer Mund (Pharynx) auf der Bauchseite in der Mitte des Körpers zum Beutefang und zur Vorverdauung; Darm sackartig oder verzweigt; kein After; Ausscheidung durch Hautporen oder kleine Hautöffnungen oder durch den Mund; wichtig für Zellforschung; sehr hohe Reproduktionsfähigkeit der Stammzellen
